Wolfgang Rühl – Leidenschaft für gute Software

Wolfgang Rühl, Lösungsarchitekt und Mitglied des Leitungsteams der Entwicklungsabteilung, gestaltet und prägt seit über 20 Jahren die Sander & Doll-Softwarelösungen.

Die Entwicklungs-Abteilung – das Herzstück der Firma. Dort startete Wolfgang Rühl 1995 als einer von fünf Programmieren und war damals an der ersten Windows-Version der Sander & Doll-Software beteiligt, die 1997 auf den Markt kam. Heute betreut er eine 13-köpfige Abteilung, die ganz andere Strukturen und Prozesse erfordert und bei deren Führung administrative und konzeptionelle Aufgaben einen großen Stellenwert einnehmen. So ist er beispielweise zuständig für die Softwarerevision und Freigabe der jeweiligen Versionen, für die konzeptionelle Entwicklung von Funktionen, er unterstützt die Mitarbeiter bei fachlichen Fragen und entscheidet in regelmäßigen Treffen mit der Geschäftsleitung über die Umsetzung neuer Funktionen. „Und ein bisschen programmiere ich auch noch“, lacht der 55-jährige dazu.

Dabei wollte er eigentlich Lehrer für Latein und evangelische Religion werden. Doch bereits während seines Studiums beschäftigte er sich nicht nur mit dem Latinum, Hebraicum und Graecum. Es war ein programmierbarer Taschenrechner, der ihn gleichermaßen faszinierte und die damit verbundene Erkenntnis: Programmierung ermöglicht es, eigene Ideen umzusetzen. Was folgte war ein Commodore 128 und verschiedene Programmiersprachen wie BASIC, Pascal und COBOL, die er sich selbst erarbeitete.

Sprachen haben es Wolfgang Rühl ohnehin angetan, zumal er in jeglicher Hinsicht ein Sprachtalent ist: Neben Programmiersprachen sowie der sogenannten „toten“ Sprache Latein, beherrscht er fließend Englisch, Spanisch, Französisch und Niederländisch. Sprachen haben Ähnlichkeiten, auch mit den Programmiersprachen, und der Autodidakt Wolfgang Rühl weiß, dass in beiden Fällen eine korrekte Anwendung der Regeln noch lange nicht die Verständlichkeit garantiert.

Nach Abschluss seines Studiums Mitte der 80er Jahre gestaltete sich der Einstieg in den Lehrerberuf schwierig, da zu dieser Zeit kaum neue Lehrer eingestellt wurden. Um schnell Geld zu verdienen, nahm er zunächst eine Stelle in einer Firma für Fotosatz an. Später wechselte er als Programmierer in ein Unternehmen, das Auswertungssoftware für Bordcomputer herstellte und kam dann zu Sander & Doll.

Zusammenhänge verstehen und gemeinsam Lösungen entwickeln – Softwareentwicklung ist eine kreative Tätigkeit, die ihm Spaß macht, da sie sichtbare Ergebnisse liefert. Er weiß es sehr zu schätzen, dass er bei Sander & Doll eigenverantwortlich arbeiten kann und lobt die Zusammenarbeit im Team. Der Altersunterschied zu so manchem Kollegen ist kein Problem für ihn, im Gegenteil, der Umgang mit jungen Menschen macht ihm Spaß. Er engagiert sich in seiner Freizeit nicht nur in der kirchlichen Jugendarbeit sondern gibt auch – wie schon während seines Studiums – Nachhilfeunterricht in Sprachen und in Mathe.