Werner Lakemper – Head of Marketing & Sales

Der diplomierte Volkswirt Werner Lakemper (64) startete seine Karriere in München als Assistent der Geschäftsführung eines großen Weindirektvertriebs. Von dort wechselte er schon bald in das Stammhaus der Firma an den Rhein und verantwortete dort zunächst die nationale Unternehmensplanung, später leitete er den Vertriebs-Innendienst und das Vertriebs-Controlling. Ein Wechsel zu Vorwerk nach Wuppertal ermöglichte dem gebürtigen Dortmunder wieder in seine Heimatstadt zurückzukehren. Bei Vorwerk baute er als Marketingleiter des Bereichs Einbauküchen sowohl das Marketing als auch das Telemarketing auf und war zuständig für die Marketing- und Vertriebsstrategie. Vorübergehend übernahm er die Vertriebsleitung Süd für den Bereich Küchen und war zudem Geschäftsführer des Vorwerk Call Centers.

Herr Lakemper, Sie sind seit 2009 bei Sander & Doll in der Position des Vertriebs- und Marketingleiters tätig. Warum haben Sie sich für den Wechsel zu Sander & Doll entschieden?
Für mich lag der besondere Reiz der Position sowohl in der Ähnlichkeit als auch in der Unterschieden der beiden Unternehmen: Ähnlich ist der Verantwortungsbereich. In beiden Unternehmen geht es um den Vertrieb sehr hochwertiger Produkte. In beiden Fällen ist ein ausgeprägtes Branchen-Know-how der Systemberater im Außendienst erforderlich. Sander & Doll ist ein mittelständisches Familienunternehmen. Ein wesentlicher Unterschied zur Vorwerk Gruppe sind die flachen Hierarchien und kurzen Entscheidungs- und Informationswege, sowohl nach oben als auch nach unten. Dies war ein weiterer entscheidender Anreiz für den Wechsel, denn es bedeutet, deutlich mehr Möglichkeiten der direkten Umsetzung von Ideen zu haben. Es hat mich sehr angesprochen, dass sich eine spürbare Lust zur Initiative und die Stärke, Herausforderungen aktiv anzugehen, durch alle Bereiche des Unternehmens ziehen.

Welche Vorteile haben die kurzen Wege im Arbeitsalltag konkret?
Als Vertriebsleiter bin ich dem Vorstand direkt unterstellt. Dort steht die Tür für tägliche Feedbackgespräche offen. So können beispielsweise Entscheidungen, die den Außendienst oder das Marketing betreffen, unmittelbar kommuniziert und umgesetzt werden. Marktinformationen fließen auf direktem Wege an die entscheidenden Schaltstellen bis zur Entwicklungsabteilung. Ich kann auf eine sehr kompetente zweite Führungsebene zurückgreifen und deren Aufgaben zielorientiert koordinieren. Alle vertriebsrelevanten Prozesse laufen an einer einzigen Stelle zusammen und werden dort gesteuert. Dies erleichtert die Vorbereitung von Entscheidungen und unterstützt deren schnelle und direkte Umsetzung – stets mit Billigung des Vorstands. All dies geht nur in einem gesunden Unternehmen, welches aus eigner Kraft gewachsen ist.

Was sind Ihre Aufgaben bei Sander & Doll?
Ich trage unter anderem mit die Verantwortung für den Umsatz, den unser Außendienst erzielt. Dafür muss ich Zahlen ad hoc analysieren, interpretieren und auf Planabweichungen mit den richtigen Maßnahmen schnellstmöglich reagieren. Außerdem entwickle ich Konzepte zur Optimierung der Verkaufsprozesse und Zielerfüllung und trage für deren operative Umsetzung Sorge. Darüber hinaus gehört es zu meinen Aufgaben, die Vertriebskonzepte regelmäßig daraufhin zu überprüfen, ob sie markgerecht sind und erfolgreich angewendet werden. Eine weitere wesentliche Aufgabe besteht darin unsere Vertriebsorganisation mit gut qualifizierten Handelsvertretern zu versorgen, um unsere Produkte den Interessenten zu präsentieren. Verkäuferisches Talent und technisches Verständnis in einer Person sind jedoch nicht immer leicht zu finden. Deshalb haben die Aus- und Weiterbildung von Verkäufern, von Quereinsteigern und IT-Fachleuten zu Spitzenverkäufern einen außerordentlichen Stellenwert für den Erfolg des Unternehmens.

Das hört sich nach trockenen Auswertungen an. Ist es das, was Sie immer schon gerne machen wollten?
Ich habe mein Abitur an einem Wirtschaftsgymnasium gemacht und Volkswirtschaft war mein bestes Fach, das ich mit „sehr gut“ abgeschlossen habe. Schon immer hat mich interessiert, wie die Wirtschaft im Inneren funktioniert. Daher habe ich trotz schlechter Berufsaussichten dann auch Volkswirtschaft studiert. Und das war gut so. Denn obwohl es in der Wirtschaft kaum Stellen für Volkswirte gibt, hat mich das Denken in Zusammenhängen, das Erkennen von Gesetzmäßigkeiten und das Analysieren von komplexen Wirkungszusammenhängen beruflich sehr nach vorne gebracht. Ich war im Laufe meiner Karriere in verschiedenen Direktvertriebsunternehmen in Leitungspositionen tätig, sowohl in der Unternehmensplanung und im Controlling, als auch im Bereich Marketing, Telemarketing und Vertrieb.

Welche Veränderungsprozesse haben Sie in Ihren sechs Jahren bei Sander & Doll mit gestaltet?
Das erste größere Projekt war die Umgestaltung der Gebietsstruktur unseres Außendienstes. Bis 2009 war jedes Gebiet doppelt besetzt und jeder Handelsvertreter konnte nur einen begrenzten Teil der Produkte anbieten. Seit 2010 sind die Verkaufsgebiete mit nur einem Handelsvertreter besetzt, der dafür alle Branchenprodukte anbieten kann. Dieses Projekt war sehr erfolgreich, wir konnten damit die Vertriebsstrukturen nachhaltig verbessern. Die zweite größere Herausforderung war die daran anschließende Einführung der gewerkübergreifenden Zeitmanagement-Software Avantim. Eines meiner Lieblingsprojekte war und ist „Sales Promotion“, bei dem es um die Lead-Gewinnung für Sander & Doll geht. Nach einer von mir initiierten Machbarkeitsstudie in 2012 konnten wir die Promotion zum festen und erfolgreichen Bestandteil des Vertriebs weiterentwickeln. Hinzu kamen in 2013 die Nutzung von eLearning für den Vertrieb, und in 2014 die Einführung einer neuen Call Center-Software. Und natürlich eine ganze Reihe kleinerer, aber ebenfalls wichtiger Projekte, die den Vertrieb verändert haben.

Welche Eigenschaften bringen Sie für Ihre Aufgaben mit?
Ich kann mich gut in verschiedene Situationen hineinversetzen. Das hilft mir sehr dabei, Probleme zu erkennen, sie auf ihre Ursachen zurückführen und daraus Veränderungskonzepte zu entwickeln. Mit guten Konzepten fällt es mir dann leicht, Mitarbeiter zu überzeugen und zur Mitarbeit zu motivieren.

Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Spaß?
Die Vielseitigkeit der Arbeit bei Sander & Doll macht besonders Spaß. Es gibt täglich neue Herausforderungen, für die Lösungsansätze entwickelt werden müssen. Außerdem freue ich mich über die vielen sympathischen Kolleginnen und Kollegen, die gerne mit mir an den richtigen Lösungen arbeiten, die mitdenken, mitmachen und auch selbst die Initiative ergreifen.

Haben Sie ein Lebensmotto?
„Tue recht und scheue niemand“, hat mir mein Vater mit auf den Weg gegeben. Meine weniger pathetische Interpretation dazu lautet: Versuche Deine Aufgaben wenn, dann richtig zu machen, mach Dich dabei schlau und hör hin, wenn andere Ideen hinzukommen. Sei kompromissfähig, habe aber eine Linie, bleib ihr treu und lass Dich nicht verbiegen.