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Qualitätssicherung durch Testautomation – Eine Chance für wachsende Unternehmen

Warum Software testen?

Diese Frage mag auf den ersten Blick eigenartig klingen, in den mittlerweile 20 Jahren Tätigkeit in der Software-Entwicklung, die hinter mir liegen, habe ich diese Frage aber schon sehr oft von Kunden gehört und beantwortet. Grundsätzlich ist diese Frage recht einfach und intuitiv zu beantworten: Genau wie man mit einem frisch vom Band gelaufenen Auto eine Probefahrt macht, stellt der Test einer neuen Software oder einer neuen Funktionalität die Bewährungsprobe beim letztendlichen Benutzer dar. Er soll gewährleisten, dass dessen Anforderungen möglichst vollständig erfüllt werden.

Von der „Lösung“ zum „Produkt“

Im Bereich der Softwareentwicklung gestaltet sich der Vorgang allerdings auf eine ganz eigene Art komplizierter. Zum einen gibt es kein materielles Produkt zum Testen, sondern etwas schwer Fassbares, das nur über seine Eigenschaften und die Interaktion mit dem Benutzer in Erscheinung tritt. Hier findet man auch einen wichtigen Aspekt, der bei Testüberlegungen eine zentrale Rolle spielt: Handelt es sich um eine Lösung für einen oder sehr wenige Benutzer oder um ein Produkt, das in identischer Form von vielen tausend Menschen verwendet wird? Das Wort „identisch“ darf hier nicht in den falschen Kontext gesetzt werden: Das Produkt ist identisch, die Art der Nutzung und die konkrete Vorgehensweise der Benutzer kann jedoch sehr unterschiedlich sein. Hier findet man dann den Begriff „Testtiefe“ als Kenngröße: Ist meine Zielgruppe sehr klein, kann ich genau auf dessen Nutzungseigenheiten hin eine Lösung optimieren, ist sie sehr groß, muss man die Tests entsprechend breit gestalten.

Der Ansatz der Testautomation

An dieser Stelle kommt dann der Automationsgedanke ins Spiel: Ab einer bestimmten Größe der Kundenbasis, wie sie sich bei im Markt erfolgreichen Produkten einer wachsenden Firma wie Sander & Doll zwangsläufig einstellt, ist eine entsprechende Testabdeckung mit rein manuellen Mitteln nicht mehr möglich. Sowohl die Kosten als auch die resultierende Dauer von Projekten würden den Rahmen sprengen. Sander & Doll ist daher schon vor Jahren den Weg gegangen, immer wiederkehrende Testaufgaben mithilfe entsprechender Tools zu automatisieren. Dies stellt innerhalb einer jeden Entwicklungsabteilung durchaus eine Herausforderung dar: Schließlich entwickelt man, bei aller Unterstützung durch vorhandene Tools, ein „Programm, welches das Programm testet“. Dies erfordert von den Verantwortlichen ein enormes Knowhow über die Art und Weise, wie die Software von den Kunden letztendlich benutzt wird.
Darin liegt aber neben der effizienten Aufgabenerledigung in der Qualitätssicherung auch die große Chance: Mit einem sorgfältig entworfenen, automatisierten und daher immer wieder mit identischem Anspruch reproduzierbaren Test ist die Frage „Was ist Qualität?“ in Bezug auf das Produkt klar beantwortet: Es gibt keine Grauzonen, Zweifel und keinen Ermessenspielraum mehr. Der Kunde kann sich darauf verlassen, dass er immer die gleichen Möglichkeiten in derselben Qualität in den Händen hält, nach jedem Update.
Auch vor dem Eindruck unser stetig anwachsenden Kundenbasis hat Sander & Doll beschlossen, den bereits begonnenen Ansatz zu intensivieren und daher ein dediziertes Projekt ins Leben gerufen, um unsere automatisierte Testabdeckung kontinuierlich zu steigern und damit unseren Kunden noch mehr Verlässlichkeit in der von uns gestellten Dienstleistung garantieren zu können.

Foto: (c) Sander & Doll AG