Email Bewerbung

Bewerbungstipps Teil 2 – Die Email-Bewerbung

Digitale Bewerbungen sind heute nicht mehr die Ausnahme, sondern fast schon die Regel. Schnelligkeit ist hier das Stichwort. Per E-Mail kann man sich heutzutage zeitnah und sicher auf eine Stellenausschreibung bewerben und liegt mit dieser Art von Bewerbung voll im Trend. Im 2. Teil unserer Reihe „Bewerbungstipps“ möchten wir Ihnen daher zeigen, was Sie bei einer E-Mail-Bewerbung beachten sollten.

E-Mail-Bewerbungen enthalten die Bewerbungsdokumente als Anhang. Sie unterscheiden sich damit von der Online-Bewerbung, bei der per Formulareingabe erforderliche Informationen und Dokumente auf das Bewerbungsportal eines Unternehmens geladen werden.

Die Vorteile einer E-Mail-Bewerbung
Wird in einem Stellenangebot zur E-Mail-Bewerbung aufgefordert, sollten Sie diesen Weg unbedingt nutzen, denn er bringt viele Vorteile mit sich, nicht nur für die Unternehmen, sondern auch für Sie als Bewerber: E-Mail-Bewerbungen lassen sich nicht nur in kurzer Zeit erstellen, ändern und versenden, Sie sparen auch Kosten für Material und Porto und schonen außerdem die Umwelt. Die Unternehmen wiederum können Ihre Bewerbung einfach verarbeiten und unkompliziert auch an mehrere Personen weiterleiten. Darüber hinaus entfällt die aufwändige Rücksendung der Unterlagen im Falle einer Absage.

Verwenden Sie für eine E-Mail-Bewerbung die gleiche Sorgfalt wie für eine postalische Bewerbung. Der formale Aufbau ist der gleiche: Die digitale Bewerbungsmappe umfasst Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, die in der genannten Reihenfolge zusammengestellt werden. Hinzu kommt noch die begleitende E-Mail. Sie enthält die digitale Bewerbungsmappe als Anhang.

Die E-Mail-Adresse
Mit Ihrer E-Mail bestimmen Sie den ersten Eindruck, den ein Personalverantwortlicher von Ihnen erhält. Verwenden Sie daher eine seriöse E-Mail-Adresse, die sich im Idealfall aus Ihrem Vor- und Nachnamen zusammensetzt: vorname.nachname@provider.de. Mindestens jedoch sollte im Absender Ihr vollständiger Name angezeigt werden und nicht einfach nur „Ralf“. Nutzen Sie für Bewerbungen ebenfalls nicht den E-Mail-Account von Freunden oder Lebensgefährten und genauso wenig sollten Sie die Bewerbung über die Adresse Ihres derzeitigen Arbeitgebers versenden. Eine kostenlose E-Mail-Adresse kann sich heutzutage jeder einrichten.

Der Betreff
Damit Ihre Mail nicht im Spam-Ordner landet oder aus Versehen gelöscht wird, sollte im Betreff stehen, um was es geht. Hierhin gehört beispielsweise das Wort „Bewerbung“ sowie die genaue Bezeichnung der Position auf die Sie sich bewerben.

Der E-Mail-Text
Für eine E-Mail-Bewerbung gelten die gleichen formellen Regeln wie für die klassische gedruckte Bewerbungsmappe. Eine saloppe Anrede wie „Hallo“, umgangssprachlich formulierte Sätze, Smileys oder Rechtschreibfehler sind Ausschlusskriterien.
Der Text der begleitenden E-Mail soll Interesse wecken und den Leser dazu bringen, die Anhänge zu öffnen. Lassen Sie die E-Mail daher niemals leer, das macht einen schlechten Eindruck! Wir raten Ihnen ebenfalls davon ab, den Text des Anschreibens in die E-Mail einzufügen – er geht beim Weiterleiten leicht verloren oder wird übersehen. Das Anschreiben gehört als Teil der digitalen Bewerbungsmappe in den Dateianhang.
Nur eine Notlösung ist die Variante, das Anschreiben sowohl in den Anhang zu integrieren, als auch in identischer Form in den Textkörper der E-Mail zu kopieren – diese Wiederholung ist wenig fantasievoll. Verfassen Sie lieber einen kurzen Text, der auf die Bewerbungsunterlagen im Anhang verweist. Und besonders wichtig: Verwenden Sie in der E-Mail unbedingt eine vollständige Signatur mit allen wichtigen Kontaktdaten. Kein Personalverantwortlicher hat Zeit, im Anhang danach zu suchen.

Die Formatierung
Bezüglich der Formatierung gilt wie immer: weniger ist mehr. Besondere Schriftarten oder Bilder sollten Sie in der E-Mail vermeiden, da Sie keine Kontrolle darüber haben, wie dies beim Empfänger angezeigt wird. Am besten, Sie verzichten auf jegliche HTML-Formatierung. Auffällige Hintergrundfarben, bunte Muster oder gar animierte Grafiken sind ohnehin No-Go.

Der Anhang
Verwenden Sie für Ihren Anhang kein ungewöhnliches oder gar dubioses Dateiformat, welches der Empfänger nicht öffnen kann oder darf, dies gilt ebenfalls für Zip-Formate. Und auch so genannte „offene Dateien“ wie Word- oder Open Office-Dokumente eignen sich nur bedingt für Bewerbungen, da die Formatierungen beim Öffnen mit einer anderen Programmversion schnell einmal durcheinander geraten können, was keinen schönen Eindruck hinterlässt. – Außerdem sind sie vom Empfänger nachträglich veränderbar.
„PDF“ ist daher das Format der Wahl, denn nur dort bleiben alle Formatierungen, Bilder usw. nach dem Öffnen unverändert erhalten. Es gibt einige kostenlose Programme zur PDF-Erstellung, wie zum Beispiel FreePDF, PDF24Creator oder 7-PDF Printer.
Fassen Sie Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse genau in dieser Reihenfolge in einer PDF-Datei-zusammen und verwenden Sie einen eindeutigen Dateinamen, der Ihren Namen und die angestrebte Position enthält. Damit Bewerbungen nicht die Postfächer der Empfänger sprengen, sollte die Größe des Anhangs zwischen 2 und maximal 5 MB liegen. Um diesen Rahmen einzuhalten, kann es notwendig sein, Ihr Bewerbungsfoto zunächst zu verkleinern.

Übrigens: Vergessen Sie vor dem Versand nicht, die Funktion zum Anfordern einer Lesebestätigung zu deaktivieren, da dies viele Personaler nervt.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Bewerbungstipps Teil 1: Die Bewerbungsmappe

Bewerbungstipps Teil 3: Das Vorstellungsgespräch